Eröffnung einer permanenten Ausstellung in der Grynau
Vor 250 Jahren war die Linthebene eine ausgedehnte Sumpflandschaft mit schwierigen Lebens- bedingungen. Der Raubbau an den Wäldern im Glarnerland verschlimmerte die Situation massiv. Ständige Überschwemmungen und eine Beeinträchtigung der Schifffahrt waren die Folgen.
Im Jahre 1784 kam die Idee auf, die Glarnerlinth (heute Escherlinth) in den Walenseeumzuleiten. Ihr Geschiebe kann im Mündungsbereich genutzt werden, statt dass es den Abfluss in der Linthebene behinderte.
ESCHERKANAL – LINTHKANAL
Hans Konrad Escher nahm diese Idee auf und ergänzte das Projekt mit dem Linthkanal vom Walensee in den Zürichsee. 1804 wurde das Projekt gutgeheissen. Die Bauarbeiten bis Giessen (Benken) dauerten von 1807 bis 1811, das zweite Teilstück bis zur Grynau bis 1816. Das letzte Teilstück von der Grynau bis zur Einmündung in den Zürichsee fand seine Vollendung erst 1866. Damit hat der Wasserbau die Hochwasserprobleme für eine kantonsübergreifende Landschaft – die Linthebene – weitgehend gelöst.

ZUM GEDENKEN
Nach dem Tod von Konrad Escher ging die Linthunternehmung 1823 vom Bund an die betroffenen Kantone (GL, SG, SZ, ZH) über. Mit der neuen Ausstellung gedenkt man diesem 200. Geburtstag.

______________________________________________________________________________________________________
LINTHWERKSCHAU
Die Ausstellung ist von April bis Oktober täglich von 09.00 Uhr bis 18.00 Uhr frei zugänglich.
Bei der Linthwerkschau und bei der «Blauen Baracke» beim Bahnhof Näfels-Mollis beginnen zwei unterschiedliche, digitale Schnitzeljagden, die zu Fuss oder mit dem Velo bewältigt werden können.
______________________________________________________________________________________________________
*Titelbild: ©Linthwerk




