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Lichtblicke für Zauneidechse und Co.

17.04.2025Artenförderung


Zauneidechsen sind «Grenzgänger» und finden geeignete Lebensräume im Übergangsbereich zwischen Wald und Offenland, in Heckensäumen und an Wiesenböschungen. Doch an solchen strukturreichen Lebensräumen mangelt es in unserer Kulturlandschaft stark. Das Projekt «Südlicher Abhang» als Ausweitung des Projekts «Buchberg Süd» hat sich zum Ziel gesetzt, südexponierte Waldränder in Tuggen und Umgebung gezielt umzugestalten, um die Zauneidechse als Schirmart zu fördern.


Die Zauneidechse braucht Vielfalt. Ein optimaler Lebensraum muss Sonnenplätze, Verstecke, Jagdgebiete, Eiablageplätze und Winterquartiere bieten. Solche Bedingungen sind heute leider selten auf engem Raum vorhanden, sodass gezielte Pflegemassnahmen notwendig sind.

Licht muss her!

Waldränder und Hecken sind attraktive Lebensräume für die Zauneidechse. Ohne die richtige Pflege bilden sich jedoch meist zu dichte Baum- oder Strauchschichten, sodass zu wenig Sonnenlicht den Boden erreicht. Durch punktuelle Holzschläge und den Einsatz von langsam wachsenden Sträuchern wie z.B. dem Pfaffenhütchen wird mehr Licht geschaffen. Dies ist für die Zauneidechse und weitere, lichtliebende Arten von unschätzbarem Wert.

Ein gezieltes Auflichten, das Ringeln von Einzelbäumen für mehr stehendes Totholz und das Einbringen von Strukturen wie Wurzelstock-Sandhaufen schafft wertvollen Lebensraum für die Zauneidechse und viele weitere Arten.
Fünf neue Standorte

Im Rahmen des Projekts konnten bisher fünf weitere Standorte in Tuggen und Lachen aufgewertet werden. Im Frühjahr 2026 soll ein weiterer Waldrand in Tuggen hinzukommen. Eine erste Erfolgskontrolle ist bereits für April dieses Jahres geplant, um zu überprüfen, ob die Massnahmen die gewünschte Wirkung erzielen.

Strukturen für diverse Arten

Neben den Zauneidechsen profitieren diverse weitere Arten von den Lebensraumaufwertungen wie z.B. verschiedene Insektenarten, Amphibien, Vögel und kleine Säugetiere. Totholz bietet diversen Insekten Lebensraum, welche gleichzeitig die Nahrungsgrundlage von Vögeln wie Specht, Kleiber und Gartenbaumläufer bilden. Gerade Amphibien wie der Feuersalamander, der manche Bäche in der Region Tuggen für die Fortpflanzung nutzt, sind dankbare Bewohner von Strukturen, die ihnen insbesondere in den kalten Wintermonaten Schutz bieten.

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Autor:in

Fabian Rätz

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