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Das Wieselförderprojekt geht auf Sendung

02.07.2026Artenförderung


Vergangener April wurde die sehenswerte Dokumentation «Naturwunder Schweiz: Kostbares Land» erstmals ausgestrahlt. Mitten drin wird auch das Wieselförderprojekt der Stiftung Lebensraum Linth-ebene vorgestellt.

Der erste Teil der vierreihigen Dokumentation «Naturwunder Schweiz: Kostbares Land» auf 3sat zeigt die Schweiz als Land mit grosser landschaftlicher Vielfalt auf engstem Raum. Und als Land, welches sowohl von Kargheit und Härte als auch von Schönheit und Unberührtheit geprägt ist. Der verfügbare Boden ist vielerorts eine begrenzte Ressource; Mensch und Natur müssen sich diesen teilen. Doch mit gezielten Fördermassnahmen lässt sich auch in diesen durch den Menschen geprägten Landschaften Platz für die Natur schaffen. Beispiele sind Schutzwälder, Biotope auf Golfpärken oder – wie nachfolgend beschrieben – Strukturen in der landwirtschaftlich geprägten Linthebene.


Filmdreh im Lochmannriet, Benken SG

Am 13. Oktober 2025 war es so weit: Das dreiköpfige Produktionsteam der Längengrad Filmproduktion GmbH aus Köln reiste nach Tuggen, um das Wieselförderprojekt in der Linthebene filmisch festzuhalten. Gemeinsam mit der Projektleiterin Miriam Fischer begab sich das Team ins Lochmannriet, wo der Benkner Landwirt Alois Mettler bereits wartete.

Dieser Drehort eignete sich besonders gut, da dort im Frühjahr 2024 im Rahmen des Wieselförderprojekts zwei Asthaufen erstellt sowie zusätzliche Strauchpflanzungen realisiert wurden. Die Massnahmen entstanden in enger Zusammenarbeit mit dem Bewirtschafter und Zivildienstleistenden der Stiftung Lebensraum Linthebene und bilden seither wertvolle Deckungs- und Lebensräume für Hermelin und Mauswiesel.

Für die Filmaufnahmen wurden typische Arbeiten aus dem praktischen Förderalltag nachgestellt – jeweils aus verschiedenen Perspektiven und teils mit Sprachaufnahmen. Dazu gehörten das Ergänzen eines bestehenden Asthaufens mit frischem Schnittmaterial, die Kontrolle von Spurentunnel auf Trittsiegel der Zielarten sowie die Auswertung von Aufnahmen aus Wildtierkameras.

Die Dreharbeiten für den Beitrag über das Wieselförderprojekt fanden an einem Projektstandort in Benken statt.
Dieses Hermelin hat die Gelegenheit während des Filmdrehs gezielt genutzt, um sich für die erstellten Kleinstrukturen und den damit aufgewerteten Lebensraum zu bedanken.

Nachdem alle Szenen im Kasten waren und das Filmequipment bereits verstaut schien, wartete die Natur selbst noch mit einem besonderen Höhepunkt auf: Plötzlich tauchte ein Hermelin aus einem der Asthaufen auf und huschte neugierig durch das hohe Gras. Das Tier zeigte kaum Scheu und hielt sich lange genug in der Nähe auf, sodass die Kamera kurzerhand erneut hervorgeholt werden konnte. So gelangen eindrückliche Live-Aufnahmen des kleinsten Raubtiers der Schweiz.

Die spontane Begegnung machte eindrücklich sichtbar, wie wirkungsvoll selbst kleinräumige Fördermassnahmen im intensiv genutzten Grünland der Linthebene sein können und wie mit gezielter Strukturvielfalt ein wichtiger Beitrag zur Förderung der Biodiversität geleistet werden kann.


Dank

Die Stiftung Lebensraum Linthebene bedankt sich herzlich für das grosse Interesse am Wieselförderprojekt, für die Berichterstattung sowie für die Bereitschaft des Landwirtes zum Mitmachen. Die Dokumentation ist noch bis zum 13. April 2027 auf 3sat abrufbar. Neugierig? Reinschauen lohnt sich!

Bilder: © Michael Kern, Längengrad Filmproduktion

Autor:in

Miriam Fischer

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