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Neue Habitate für Zauneidechse & Co.

29.08.2023Artenschutz

Nach dem erfolgreichen Abschluss des Zauneidechsen-Förderprojektes am Buechberg strebt die Stiftung Le­bensraum Linthebene dessen Erweiterung an kleinen Waldstücken in Tuggen an. Eine Baumgruppe bei der Kiesgrube «Oberluft» der JMS konnte bereits mit wertvollen Massnahmen aufgewertet werden.

Die Stiftung Lebensraum Linthebene setzt sich seit 2018 im Rahmen eines Förderprojektes für die seltene Zaun­eidechse ein. Der Verlust an strukturreichen Landschaften hat für deren Abnahme gesorgt, da die Zauneidechse sonnige, sandige Stellen für die Eiablage benötigt. An südexponierten Waldrändern fühlen sie sich besonders wohl, da sie sich gut aufwärmen können, bei Gefahr aber auch schnell wieder in Deckung sind.

PROJEKTERWEITERUNG ERHOFFT

Nachdem im letzten Jahr die beiden Teil­projekte «Kapelle-Schiessstand» und «Buchberg Süd» erfolgreich abgeschlossen wurden, folgt nun das weitere Teilprojekt «Südliches Tuggen». Dabei wird die Umset­zung von Massnahmen an südlichen Rändern von kleineren Waldstücken angestrebt und ökologisch aufgewertet. Nicht nur die Zaun­eidechse soll dabei gefördert werden, son­dern gleichermassen diverse Vögel, Insekten und Kleinsäuger.

ERSTE UMSETZUNG ERFOLGT

Dank der grosszügigen Unterstützung des Kantons Schwyz sowie der guten Zusam­menarbeit mit der JMS als Grundeigentü­merin konnte bereits ein Stück Land mit Strukturen aufgewertet werden. Im südli­chen Bereich der Kiesgrube «Oberluft» in Tuggen wurden Schilf-Ast-Triste, Wurzel­stock-Sandhaufen und Asthaufen erstellt, die vorhandene Buschgruppe mit einhei­mischen Sträuchern ergänzt sowie Nisthil­fen für Vögel und Bilche aufgehängt. In der Kiesgrube sind bereits Zauneidechsen ge­sichtet worden – das neu erstellte Habitat wird hoffentlich bald besiedelt.

Für das Teilprojekt «Südliches Tuggen» sollen kleine Waldstücke innerhalb der Landschaft ökologisch aufgewertet werden. So können sich diverse Arten in der Linthebene einfacher vernetzen.

Autor:in

Manuela Brauchli

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