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Der Bartgeier

12.01.2024Tierpark

Der grösste Vogel Europas

Er tut keiner Fliege etwas zuleide und trotzdem wurde dem Bartgeier früher Verheerendes nachgesagt – mit der Folge, dass er in den Schweizer Alpen ausgerottet wurde. Heutzutage fliegen sie wieder im gesamten Alpenraum. Dies dank einem Wiederansiedlungsprojekt, welches der Natur- und Tierpark Goldau tatkräftig unterstützt.

Der imposante Geier mit dunklem Bart ist mit einer Flügelspannweite von bis zu drei Metern und einem Gewicht von fünf bis sieben Kilogramm der grösste Greifvogel im gebirgigen Alpenraum. Lange Zeit galt er als gefährlicher Beutegreifer. In naturwissenschaftlichen Lehrbüchern wurde er sogar als «blutrünstiger Gyr» beschrieben, welcher mit seinen Krallen Lämmer, Ziegen und selbst Kinder von Berg zu Berg trüge. Dieser schlechte Ruf wurde ihm zum Verhängnis.

BARTGEIERWIEDERANSIEDLUNG – EIN ERFOLGREICHES PROJEKT

Im 18. Jahrhundert war der Bartgeier in den Alpen noch weit verbreitet. Kaum waren die Bartgeier jedoch zu Beginn des 20. Jahrhunderts aus den Alpen verschwunden, wurden sie in einigen Kreisen bereits wieder vermisst. Erste Projekte mit Wildfängen scheiterten kläglich. 1978 entstand dann die Idee, junge Bartgeier von Zoos und Tierparks für die Auswilderung zu nutzen. Seither wurden rund 250 Bartgeier ausgewildert – wobei der Natur- und Tierpark Goldau auch weiterhin eine zentrale Rolle spielt.

DER «GESUNDHEITSPOLIZIST»

Im Gegensatz zu anderen Greifvögeln jagen Geier keine lebenden Tiere, sondern verwerten Aas und sorgen damit für eine kadaverfreie Landschaft, in der sich weniger Krankheiten ausbreiten können. Viele Geierarten sind deshalb an Kopf und Hals nur spärlich befiedert, damit das Blut nicht ihre Federn verklebt. Beim Bartgeier hingegen ist das Kopfgefieder sehr ausgeprägt, da seine Hauptnahrung aus Knochen besteht. Sind diese Knochen jedoch zu gross, lässt er sie aus 80 bis 100 Metern Höhe auf Geröllhalden fallen, damit sie in schnabelgerechte Splitter zerspringen.

Die Brutzeit bei den Bartgeiern findet zwischen Dezember und Ende Februar statt. ©Natur- und Tierpark Goldau

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Lassen Sie sich verzaubern von der märchenhaften Mondstimmung im Tierpark und erfahren sie interessante Fakten über das Leben der nachtaktiven Tiere. Anschliessend verköstigt sie das Gastroteam des Restaurants «zur Grünen Gans» mit einem leckeren Winterbuffet.

27. Januar 2024, 18.30 – 23.00 Uhr

Alle  Infos  und  Anmeldung  auf www.tierpark.ch/veranstaltungen

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*Titelbild: Natur- und Tierpark Goldau

Autor:in

Natur- und Tierpark Goldau

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